Zopf, Tee und Machbarkeitsstudie Henzihof im Lusthäuschen

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Wir zeigen euch die erarbeitetet Machbarkeitsstudie für das Ensemble Henzihof – ein wunderbares Projekt.Die Idee ist bereits seit mehreren Jahrzehnten, dass in Solothurn ein Begegnungsort entstehen soll. In all den Jahren kommen wir immer wieder zum Schluss, das es nur «Zäme» funktioniert. Und beim Ensemble Henzihof direkt am Allmendbahnhof bietet sich ein idealer Platz dafür.

Das einfache Treffen beim Lusthäuschen ist immer sehr beliebt. Die Kinder haben viel Platz zum frei Spielen und Entdecken. Die älteren Menschen haben eine Sitzgelegenheit und welche die wollen, dürfen auch nur am Feuer sitzen.

Es entsteht oft ein Zusammen auch beim Essen: Wir sorgen dafür, dass es Tee und Schlangenbrot/Zopf hat. Bringe etwas eigenes Essen für über dem Feuer mit oder bringe etwas zum Teilen. Manchmal entsteht ein feines Buffet.

Komm vorbei, schaut rein und teilt eure Ideen mit uns.

Über Machbares reden – Zukunft Ensemble Henzihof

Am 15. März haben wir uns beim Lusthäuschen getroffen – ein lebendiger Anlass voller Begegnungen, Gespräche und gemeinsamer Aktivitäten. Anwohnerinnen brachten Zopf, Kuchen, Tee und Schlangenbrotteig mit, während mit den Kindern aus Weiden Brätlistecken geschnitzt wurden. Solche Momente zeigen, wie wertvoll dieser Ort für unser Quartier ist: ein Treffpunkt für Jung und Alt, für langjährige Besucherinnen ebenso wie für neue Gesichter.

In den vergangenen Jahren durften wir an unseren Anlässen immer wieder erleben, wie stark die Verbindung vieler Menschen zum Henzihof ist. Einige kommen seit über 20 Jahren hierher, andere entdecken ihn ganz neu. Fachpersonen aus Architektur, Holzbau und Ingenieurwesen – darunter engagierte Persönlichkeiten aus dem Quartier – haben das enorme Potenzial des Henzihofs als zukünftiges Begegnungszentrum hervorgehoben. Nicht nur die Bausubstanz, sondern auch die Geschichte dieses Ortes spricht dafür: Früher wurde hier Gemüse verkauft, heute ist es ein Raum für Spaziergänge, Begegnungen, Spiel, Kultur und kleine Alltagsmomente.

Das Lusthäuschen war in den letzten Jahren Bühne für Theater, Ausstellungen und Lesungen – ein Ort, der lebt. Genau solche Orte braucht unsere Gesellschaft. Umso bedauerlicher war die Schliessung des Henzihofs Ende 2025 aufgrund baulicher Mängel. Fachmeinungen und erste Einschätzungen zeigten jedoch, dass eine kurzfristige Weiterführung einzelner Nutzungen mit überschaubaren Mitteln möglich gewesen wäre. Leider blieb uns als Verein die Möglichkeit verwehrt, gemeinsam mit Fachpersonen konkrete Vorschläge zu erarbeiten. Auch auf unser Angebot, bei der Behebung eines später aufgetretenen Wasserschadens zu helfen, erhielten wir keine Rückmeldung.

Trotz dieser Herausforderungen glauben wir weiterhin fest daran, dass der Henzihof als öffentlich zugänglicher Ort erhalten werden kann. Deshalb hat der Quartierverein soWESTSTADT eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Denn Bilder und konkrete Visionen helfen, Möglichkeiten sichtbar zu machen und Menschen zu inspirieren. Unsere Vision ist ein geschichtsträchtiges, nachhaltiges und modernes Begegnungszentrum – getragen von der Gemeinschaft.

Der Anlass im März mit rund 50 Teilnehmenden, darunter auch mehrere neue Familien, hat uns gezeigt: Diese Hoffnung wird von vielen geteilt.

Wir möchten diesen Weg gemeinsam weitergehen – mit weiteren Anlässen, Gesprächen und Ideen. Orte wie der Henzihof entstehen durch Menschen, die sich begegnen, austauschen und engagieren. Auch sind MitarbeiterInnen der Stadt und der Gemeinderat herzlich eingeladen.

Am 17. Mai 26 treffen wir uns wieder von 11 bis 13 Uhr beim Lusthäuschen. Wir freuen uns sehr, wenn auch du dabei bist.

Die Machbarkeitsstudie zum Henzihof findest du hier: Machbarkeitsstudie Henzihof

Wir sind stolz auf Solothurn!

Wir schützen, was wir lieben.

Für den Erhalt des Lusthäuschens in Solothurn

In der historischen Stadt Solothurn, wo jedes Gebäude eine Geschichte erzählt und jeder Winkel vom Geist vergangener Zeiten durchdrungen ist, steht in der Weststadt das Lusthäuschen – ein kleines, aber bedeutendes Zeugnis unserer Bau- und Alltagskultur. Es mag auf den ersten Blick unscheinbar wirken, doch genau darin liegt sein besonderer Wert: Es ist ein stiller Hüter der Vergangenheit, ein Ort, der unsere Geschichte, unser Stadtbild und unsere Identität mitprägt.

Solothurn steht seit jeher für den respektvollen Umgang mit dem Bestehenden. Unsere Stadt begreift Tradition und Geschichte nicht als Last, sondern als Fundament unserer Identität. Alte Bauten werden hier nicht verdrängt – sie werden gepflegt, belebt und integriert. Diese Haltung ist kein sentimentaler Rückblick, sondern eine bewusste Entscheidung für Authentizität, für Vielfalt und für kulturelle Nachhaltigkeit.

Das Lusthäuschen ist Teil dieses kulturellen Erbes. Es erzählt von einer anderen Zeit – vielleicht auch von einer anderen Denkweise –, doch gerade das macht es wertvoll. Es zu erhalten bedeutet unsere Geschichte lebendig zu halten und kommende Generationen nicht nur durch Erzählungen, sondern durch sichtbare Zeugnisse an unseren Weg zu erinnern.

Wenn wir heute das Lusthäuschen schützen, dann tun wir das nicht aus Nostalgie, sondern aus Überzeugung. Wir bekennen uns zu einer Stadt, die ihre Wurzeln kennt und ihre Seele bewahrt. Wir entscheiden uns für ein Solothurn, das seine Geschichte nicht nur im Museum zeigt, sondern im Alltag spürbar macht.

Wir schützen, was wir lieben.
Und wir lieben diese Stadt – mit all ihren Geschichten, Facetten und Zeugnissen wie dem Lusthäuschen.