„Nach über 10 Jahren Leitung des HEKS Neue Gärten Solothurn gehe ich in Pension. Ich danke Ihnen allen für die gute Zusammenarbeit und wünsche Ihnen alles Gute.“ Mit diesen Worten verabschiedet sich Regula Kamer.
Die Übergabe findet am nächsten Mittwochnachmittag, 1. April 2026, statt. Wer noch Adieu sagen möchte, ist herzlich eingeladen, zwischen 14 und 16 Uhr in den Garten zu kommen. 🌼
Ab dem 1. April 2026 übernimmt Rhea Bürgi die Leitung. Kontakt: | Tel. 079 961 52 96
Zudem sind im Interkulturellen Garten aktuell noch Plätze frei. Weitere Informationen finden Sie im Flyer.
Am 15. März haben wir uns beim Lusthäuschen getroffen – ein lebendiger Anlass voller Begegnungen, Gespräche und gemeinsamer Aktivitäten. Anwohnerinnen brachten Zopf, Kuchen, Tee und Schlangenbrotteig mit, während mit den Kindern aus Weiden Brätlistecken geschnitzt wurden. Solche Momente zeigen, wie wertvoll dieser Ort für unser Quartier ist: ein Treffpunkt für Jung und Alt, für langjährige Besucherinnen ebenso wie für neue Gesichter.
In den vergangenen Jahren durften wir an unseren Anlässen immer wieder erleben, wie stark die Verbindung vieler Menschen zum Henzihof ist. Einige kommen seit über 20 Jahren hierher, andere entdecken ihn ganz neu. Fachpersonen aus Architektur, Holzbau und Ingenieurwesen – darunter engagierte Persönlichkeiten aus dem Quartier – haben das enorme Potenzial des Henzihofs als zukünftiges Begegnungszentrum hervorgehoben. Nicht nur die Bausubstanz, sondern auch die Geschichte dieses Ortes spricht dafür: Früher wurde hier Gemüse verkauft, heute ist es ein Raum für Spaziergänge, Begegnungen, Spiel, Kultur und kleine Alltagsmomente.
Das Lusthäuschen war in den letzten Jahren Bühne für Theater, Ausstellungen und Lesungen – ein Ort, der lebt. Genau solche Orte braucht unsere Gesellschaft. Umso bedauerlicher war die Schliessung des Henzihofs Ende 2025 aufgrund baulicher Mängel. Fachmeinungen und erste Einschätzungen zeigten jedoch, dass eine kurzfristige Weiterführung einzelner Nutzungen mit überschaubaren Mitteln möglich gewesen wäre. Leider blieb uns als Verein die Möglichkeit verwehrt, gemeinsam mit Fachpersonen konkrete Vorschläge zu erarbeiten. Auch auf unser Angebot, bei der Behebung eines später aufgetretenen Wasserschadens zu helfen, erhielten wir keine Rückmeldung.
Trotz dieser Herausforderungen glauben wir weiterhin fest daran, dass der Henzihof als öffentlich zugänglicher Ort erhalten werden kann. Deshalb hat der Quartierverein soWESTSTADT eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Denn Bilder und konkrete Visionen helfen, Möglichkeiten sichtbar zu machen und Menschen zu inspirieren. Unsere Vision ist ein geschichtsträchtiges, nachhaltiges und modernes Begegnungszentrum – getragen von der Gemeinschaft.
Der Anlass im März mit rund 50 Teilnehmenden, darunter auch mehrere neue Familien, hat uns gezeigt: Diese Hoffnung wird von vielen geteilt.
Wir möchten diesen Weg gemeinsam weitergehen – mit weiteren Anlässen, Gesprächen und Ideen. Orte wie der Henzihof entstehen durch Menschen, die sich begegnen, austauschen und engagieren. Auch sind MitarbeiterInnen der Stadt und der Gemeinderat herzlich eingeladen.
Am 17. Mai 26 treffen wir uns wieder von 11 bis 13 Uhr beim Lusthäuschen. Wir freuen uns sehr, wenn auch du dabei bist.
Nach der abrupten Schliessung des Henzihofs ist für viele von uns eine kleine Welt zusammengebrochen.
Für unzählige Menschen war der Henzihof ein Ort der Begegnung, des Engagements, der Bildung, der Naturverbundenheit und des Miteinanders. Umso unverständlicher ist für uns, weshalb der gesamte Henzihof geschlossen werden musste – und weshalb es uns verwehrt bleibt, einzelne Bereiche weiterhin zu nutzen.
Besonders irritierend ist die Kündigung aller Räume sowie die Androhung, unsere Materialien Anfang 2026 zu entsorgen. Dieser Umgang verletzt und steht in starkem Kontrast zu dem grossen zivilgesellschaftlichen Engagement, das den Henzihof über Jahre getragen hat.
Auch die passive Haltung des Gemeinderats und der Stadtverwaltung nach dem Entscheid von 2019, den Henzihof zu erhalten, können wir nicht nachvollziehen.
Wir sind überzeugt: Solche Orte verschwinden nicht leise – sie hinterlassen Lücken.
Um unsere Anliegen sichtbar zu machen, haben wir der Stadt einen offenen Brief geschickt, den wir hier verlinken: Brief
Wir bleiben dran – für den Erhalt von Orten, die verbinden, stärken und unsere Stadt lebendig halten.
Medienmitteilung zur Schliessung des Henzihof und die Folgen.
Einleitung: Mit der plötzlichen Schliessung des Henzihofs verliert unser Quartier mehr als nur ein Gebäude – es verliert ein Stück Identität, Begegnung und Zusammenhalt. Was einst als lebendiger Ort des Austauschs diente, droht nun, den Kräften der ökonomischen Verwertung geopfert zu werden.
Beitragstext: Am 28. Oktober 2025 informierte die Stadt in einer Medienmitteilung über die sofortige Schliessung des Henzihofs. Begründet wurde der Entscheid mit Sicherheitsbedenken aufgrund des baulichen Zustands. Die Zwischennutzung soll zwar im Aussenbereich durch das Alte Spital weitergeführt werden, doch der Kern des Projekts – das gemeinschaftliche Leben und Arbeiten im Haus – ist damit zum Stillstand gekommen.
Der Henzihof war mehr als eine Zwischennutzung. Er war ein Symbol für gelebte Nachbarschaft, für Kreativität, Offenheit und soziale Teilhabe. Über Jahre hinweg wurde hier Begegnung ermöglicht – zwischen Generationen, Kulturen und Ideen. Nun schwebt über diesem Ort der Schatten wirtschaftlicher Interessen: Statt in nachhaltige Erhaltung und Entwicklung zu investieren, wird geschlossen, geprüft und vertagt.
Als Quartierverein blicken wir mit Sorge auf diese Entwicklung. Die Schliessung mag technisch begründet sein, doch sie trifft mitten ins Herz unserer Gemeinschaft. Wir fordern von der Stadt eine transparente Kommunikation, eine echte Beteiligung der Quartierbevölkerung und ein klares Bekenntnis zur sozialen und kulturellen Bedeutung solcher Orte.
Die Geldgeier kreisen – doch noch ist nicht alles verloren. Solange Menschen im Quartier für den Erhalt von Begegnung, Vielfalt und Miteinander einstehen, bleibt die Idee des Henzihofs lebendig. Es liegt an uns allen, sie zu verteidigen.
Medienmitteilung der Einwohnergemeinde der Stadt Solothurn vom 28. Oktober 2025 Der Henzihof wird geschlossen, die Zwischennutzung geht weiter Der Henzihof wird aus Sicherheitsgründen per sofort geschlossen, bis weitere Abklärun- gen zum baulichen Zustand erfolgt sind. Die Zwischennutzung geht jedoch weiter. Wäh- rend die Liegenschaft des Henzihofs bis auf Weiteres nicht mehr genutzt werden darf, bleibt das Areal weiterhin belebt: Die Zwischennutzung wird im Aussenbereich fortgeführt. Die Gemeinderatskommission hat dazu eine neue Leistungsvereinbarung mit dem Begeg- nungszentrum Altes Spital genehmigt. Die Zwischennutzung des Henzihofs war von Beginn an als befristete Lösung vorgesehen. Obwohl sie ursprünglich auf drei Jahre angelegt war, besteht sie mittlerweile seit sechs Jahren. Da sich Abnutzungen gezeigt haben, hat die Stadt eine erneute statische Untersuchung in Auftrag gegeben, um zu überprüfen, wie sich der Zustand seit 2018 verändert hat. Die Untersuchung hat ergeben, dass die bauliche Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Aus Sicherheitsgründen wird die Liegenschaft des Henzihofs per sofort geschlossen, bis die laufenden Abklärungen zeigen, welche statischen Sofortmassnahmen für eine mögliche Teilnutzung – etwa als Lagerraum – erforderlich sind und welche Erkenntnisse die Gesamtanalyse Henzihof liefert. Die Mieterinnen und Mieter wurden informiert. Zwischennutzung im Aussenbereich geht weiter Die Zwischennutzung des Areals geht derweil nahtlos im Aussenbereich weiter. Die Gemeinderatskommission hat in ihrer Sitzung vom Donnerstag, 23. Oktober 2025, die neue Leistungsvereinbarung mit dem Verein Begegnungszentrum Altes Spital genehmigt. Damit wird die soziale und kulturelle Begleitung der Zwischennutzung auch künftig sichergestellt – angepasst an die neuen Rahmenbedingungen, wonach ab sofort nur noch der Aussenbereich genutzt werden kann. Bereits heute tragen mehrere Nutzergruppen zu einem lebendigen Ort bei. Mit der neuen Leistungsvereinbarung übernimmt das Alte Spital Solothurn weiterhin die Koordination der Angebote und sorgt dafür, dass die verschiedenen Nutzungen im Sinne der Stadt Solothurn aufeinander abgestimmt bleiben.
Ein haarsträubender Kulturtrip im Lusthäuschen Solothurn.
à la folie meldet sich zurück – für einen einmaligen Abend voller Kunst, Theater und Überraschung! Am Sonntag, 17. August 2025 feiert das beliebte Kulturformat sein Revival – im stilvollen Lusthäuschen an der Brühlgrabenstrasse 7 in Solothurn.
Zur Feier dieses besonderen Anlasses erwartet Sie ein mitreissendes Highlight:
🎭 „Showexzess im Orientexpress“ Ein Theaterabend mit Krimi, Komik und wunderbaren Gesangsnummern – unplugged! Die Schauspielerinnen und Sängerinnen Margrit Maria Bauer und Atina Tabé freuen sich unheimlich, das Publikum auf eine abenteuerliche Zugreise mitzunehmen. Es wird wild, charmant – und garantiert haarsträubend. Sie sollten sich besser anschnallen!
📅 Datum: 17. August 2025 🕡 Einlass: 18.30 Uhr 🎭 Showbeginn: 19.00 Uhr 📍 Ort: Lusthäuschen, Brühlgrabenstrasse 7, 4500 Solothurn 🎟️ Eintritt: CHF 30.– (Zahlung bar vor Ort oder via Twint) 📩 Ticketreservation:bis spätestens 1. August 2025 an → Ehemalige Besucher*innen von à la folie haben Vortritt bei der Anmeldung.
à la folie wurde 2017 von Bea Beer gegründet und etablierte sich schnell als intime Plattform für lokale Kulturschaffende in Solothurn. Bis Anfang 2019 fanden monatlich Veranstaltungen mit Lesungen, Konzerten, Installationen, Diskussionen und Performances statt – stets im kleinen Rahmen und mit grosser Wirkung.
Das Revival 2025 ist eine Hommage an diesen besonderen Ort der Kultur. Unser herzlicher Dank gilt Bea Beer, die mit ihrer kreativen Vision und ihrem Engagement à la folie ins Leben rief und prägte.
Ob das Revival weitere Kapitel schreiben wird, ist offen – dieser Abend bleibt auf jeden Fall einmalig. Nicht verpassen!
In der historischen Stadt Solothurn, wo jedes Gebäude eine Geschichte erzählt und jeder Winkel vom Geist vergangener Zeiten durchdrungen ist, steht in der Weststadt das Lusthäuschen – ein kleines, aber bedeutendes Zeugnis unserer Bau- und Alltagskultur. Es mag auf den ersten Blick unscheinbar wirken, doch genau darin liegt sein besonderer Wert: Es ist ein stiller Hüter der Vergangenheit, ein Ort, der unsere Geschichte, unser Stadtbild und unsere Identität mitprägt.
Solothurn steht seit jeher für den respektvollen Umgang mit dem Bestehenden. Unsere Stadt begreift Tradition und Geschichte nicht als Last, sondern als Fundament unserer Identität. Alte Bauten werden hier nicht verdrängt – sie werden gepflegt, belebt und integriert. Diese Haltung ist kein sentimentaler Rückblick, sondern eine bewusste Entscheidung für Authentizität, für Vielfalt und für kulturelle Nachhaltigkeit.
Das Lusthäuschen ist Teil dieses kulturellen Erbes. Es erzählt von einer anderen Zeit – vielleicht auch von einer anderen Denkweise –, doch gerade das macht es wertvoll. Es zu erhalten bedeutet unsere Geschichte lebendig zu halten und kommende Generationen nicht nur durch Erzählungen, sondern durch sichtbare Zeugnisse an unseren Weg zu erinnern.
Wenn wir heute das Lusthäuschen schützen, dann tun wir das nicht aus Nostalgie, sondern aus Überzeugung. Wir bekennen uns zu einer Stadt, die ihre Wurzeln kennt und ihre Seele bewahrt. Wir entscheiden uns für ein Solothurn, das seine Geschichte nicht nur im Museum zeigt, sondern im Alltag spürbar macht.
Wir schützen, was wir lieben. Und wir lieben diese Stadt – mit all ihren Geschichten, Facetten und Zeugnissen wie dem Lusthäuschen.